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Welche Kunststoffe sind schweißbar?

Man unterscheidet Thermoplaste, Elastomere und Duroplaste: Thermoplaste sind durch Erwärmen verarbeitete Kunststoffe und lassen sich gut mittels Ultraschall verschweißen. Elastomere sind durch Vernetzen verarbeitete Kunststoffe – sie reagieren nicht auf Ultraschall. So auch die Duroplaste, die durch Aushärten verarbeitet sind, und nicht mit Ultraschall schweißbar sind.

Beim Kunststoffschweißen handelt es sich um stoffliches Verbinden thermoplastischer Kunststoffe. Grundsätzlich gilt: nur identische Thermoplaste sind homogen verschweißbar.

Alle thermoplastischen Kunststoffe (außer PTFE) lassen sich schweißen.

PC, PMMA und ABS lassen sich bedingt miteinander verschweißen. Beim Nieten, Verkrallen oder Bördeln lassen sich auch artfremde Materialien mit Thermoplasten verbinden. Genauso ist es möglich, dünne Materialien wie PET-Folien oder Membranen mit rigiden Kunststoffteilen zu verklemmen.

  • Entscheidende Werkstoffeigenschaften:

    • E-Modul: befördert die Schall-Leitung und bestimmt die Ankopplung
    • Dämpfung: befördert die Wärmeerzeugung
    • Schmelzpunkt: bestimmt den Wärmebedarf
    • Fließfähigkeit der Schmelze: zähe Schmelzen sind besser in der Fügezone zu halten, der Prozess verläuft gleichmäßiger
  • Negativen Einfluss auf die Schweißbarkeit haben:

    • Additive wie z.B. Brandschutz
    • Feuchtigkeit (vor allem bei Polyamid)
  • Positiven Einfluss auf die Schweißbarkeit haben:

    • Glasfasern
    • Glaskugeln


    Diese Verstärkungsstoffe verbessern vor allem bei teilkristallinen Kunststoffen die Schall-Leitfähigkeit.

 

Die Kunststoffpyramide: Einordnung der Kunststoffe und ihre Werkstoffeigenschaften
Die Kunststoffpyramide: Einordnung der Kunststoffe und ihre Werkstoffeigenschaften

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