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Ultraschall-Fügeprozess für sensible Elektronik im Hochvolumen

Erfolgsgeschichte GlucoModicum

Unterschiedliche Kunststoffe, empfindliche Elektronik und kurze Produktionszyklen: Für die Herstellung eines neuen, nadelfreien CGM-Systems von GlucoModicum benötigte das Unternehmen ein Fügeverfahren, das die anspruchsvollen Kriterien erfüllen konnte. Für dieses herausfordernde Projekt setzte Herrmann Ultraschall auf enge Zusammenarbeit und die Entwicklung einzigartiger Schweißwerkzeuge, die den idealen Fügeprozess ermöglichten.

GlucoModicum

Medical-Branche

Helsinki, Finnland

www.sofio.health

Glukosemessgerät von GlucoModicum mit ultraschallgeschweißtem Kunststoffgehäuse

Die Anwendung

Das tragbare Medical Device besteht aus zwei Komponenten: einem wiederaufladbaren Sender und einem Biosensor, der täglich gewechselt wird. Der Biosensor besteht aus einer dünnen Mehrschichtfolie, die auf einem Kunststoffring befestigt ist. 

Für die automatisierte Produktion des Biosensors benötigte GlucoModicum ein Fügeverfahren, das gleich zwei Anwendungen innerhalb des Herstellungsprozesses lösen kann: 

  1. Befestigung der Multilayer-Folie auf dem äußeren Gehäusering
  2. Verbindung der Folie mit dem elektrischen Kontakt auf der Rückseite

Die Verbindung musste nicht nur fest und langlebig sein, sondern auch die empfindliche Sensorik schützen und höchste optische Qualität gewährleisten.

Technische Anforderungen für ultraschallbasierte Spitzenleistung

Herausforderungen

  • Die dünne Folie sowie die enthaltene Sensorik benötigen einen extrem schonenden Fügeprozess, der die Integrität der Bestandteile bewahrt
  • Folie und Gehäuse bestehen aus unterschiedlichen Kunststoffen, sodass ein klassischer Ultraschall-Schweißprozess nicht möglich war
  • Als Medizinprodukt für Endverbraucher muss die Optik der Verbindungen höchsten Anforderungen genügen
  • Hohe Stückzahlen erfordern einen extrem schnellen Fügeprozess

Klassische Verfahren wie Kleben kamen aufgrund geringer Auflageflächen, langer Aushärtezeiten und fehlender Prozesssicherheit nicht infrage.

Zwei Personen prüfen eine Ultraschallschweißverbindung zwischen Folie und Kunststoff im Labor
Unser Fügeverfahren schützt dünne Schichten und eingebettete Sensoren
Ultraschallschweißen eines Folien-Kunststoff-Bauteils für ein Glukosemessgerät mit Schweißkomponenten
Die dünne Folie, die die Elektronik enthält, könnte auf den Kunststoffring des Biosensors aufgebracht werden
Besondere Gestaltung von Bauteil und Werkzeug

Unsere Lösung

  1. Anpassung des Bauteildesigns: Gemeinsam mit den Produktdesignern von GlucoModicum wurde das Gehäuse weiterentwickelt, um einen optimalen Energierichtungsgeber zu integrieren. Dieser konzentriert die Ultraschallenergie dort, wo die Verbindung erzeugt werden soll, und schützt umliegende Bereiche.
  2. Entwicklung einer speziellen Sonotrodenkontur: Nach mehreren Testreihen wurde eine einzigartige, strukturierte Werkzeugkontur entwickelt, die die notwendige formschlüssige Verbindung erzeugt – ohne die Sensorik zu belasten.
  3. Schonung der Komponenten durch spezielle Aufnahme: Eine eigens entwickelte Werkstückaufnahme aus Gießharz fixiert das Bauteil sicher und dämpft gleichzeitig Vibrationen. Das verhindert optische Beeinträchtigungen und schützt die integrierte Elektronik.
Warum Ultraschallschweißen mehr bietet

Kundennutzen

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Millisekunden pro Verbindung
Der Fügeprozess ist extrem schnell und benötigt keine Vor- oder Nachbereitung, wodurch er ideal für die automatisierte Produktion großer Stückzahlen geeignet ist.
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gesammelte Schweißdaten pro Fügeprozess
Die intelligente Steuerungssoftware sammelt zu jedem einzelnen Fügeprozess zahlreiche Daten und ermöglicht so eine lückenlose, digitale Qualitätskontrolle.
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% saubere Verbindungen ohne Fügemittel
Verbindungen ohne den Einsatz von Klebstoffen machen das Produkt besonders hautfreundlich und garantieren eine hervorragende Optik.

„GlucoModicum entwickelte mehrere Jahre lang einen Miniatur-Biosensor, der sehr empfindlich gegenüber Glukose ist. Als wir uns schließlich mit der Herstellung des Produkts befassten, überzeugte uns der kundenorientierte Lösungsansatz von Herrmann Ultraschall. Anstatt von uns umfangreiche Änderungen an unserem Produkt zu verlangen, arbeiteten sie unermüdlich an einer Lösung, die genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten war. Mit nur minimalen Änderungen am Design unseres ursprünglichen Biosensors machten sie möglich, was andere für unmöglich gehalten hatten.“

Harri Palomäki, Director of Operations bei GlucoModicum

Ergebnis: Sichere Verbindung für das Medical Wearable

Die Zusammenarbeit mit GlucoModicum beweist die Flexibilität und Vielseitigkeit von Ultraschall als Fügetechnologie. Sie zeigt außerdem, wie wichtig ein erfahrener Ultraschall-Berater für den Erfolg eines Projekts ist. Nur mit der Erfahrung aus über 2.000 gelösten Anwendungen pro Jahr konnten notwendige Änderungen an Bauteil und Schweißwerkzeug durchgeführt und ein Prozess entwickelt werden, der:

  • die empfindliche Elektronik schützt
  • hohe Festigkeit bei geringsten Materialstärke sichert
  • perfekte Optik gewährleistet
  • höchste Produktionsvolumina ermöglicht
Prüfung eines ultraschallgeschweißten Folien-Kunststoff-Bauteils für Glukosemessgeräte
Ein erfahrener Ultraschallberater ist für den Erfolg eines Projekts von entscheidender Bedeutung
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Fallstudie GlucoModicum
MEDICAL pdf 471 KB pdf 444 KB

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Sascha Mauderer, Vertrieb PLASTICS
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